Ultraviolette F77 Mach 2 und SuperStreet – Indiens Elektromotorrad-Offensive startet in Europa
Ein neuer Player betritt die Bühne
Indien ist einer der größten Zweiradmärkte der Welt – und gleichzeitig ein Hotspot für die Mobilitätswende. Bis 2030 will die Regierung auf dem Subkontinent rund 80 % aller Zwei- und Dreiräder elektrifizieren. In diesem Umfeld entstehen neue Hersteller, die auch international expandieren. Einer davon ist Ultraviolette Automotive, ein innovatives Unternehmen aus Bangalore, das mit der F77 sein erstes Elektromotorrad jetzt auch in Europa einführt – in gleich zwei Varianten.
Markteinführungspremiere auf dem RELOAD LAND
Auf dem RELOAD LAND 2025 in Berlin – dem wichtigsten E-Motorrad-Festival Europas – präsentierte Ultraviolette-Gründer Narayan Subramaniam persönlich die beiden Modelle F77 Mach 2 und F77 SuperStreet. Die Fahrzeuge sind technisch identisch, unterscheiden sich aber in Sitzposition und Ergonomie. Während die Mach 2 sportlich und tief positioniert ist, bietet die SuperStreet mit höherem Lenker und aufrechter Sitzhaltung mehr Komfort – ideal für Pendler und längere Strecken.
Leistung, Reichweite und Ladezeiten
Beide Modelle bringen es auf eine Spitzenleistung von 30 kW (ca. 40 PS) und ein Drehmoment von 100 Nm – trotz einer Dauerleistung von nur 9,5 kW (13 PS), die eine Einstufung in die A1-Führerscheinklasse ermöglicht. Herzstück ist ein eigens entwickelter Akku mit 10,3 kWh Kapazität, der auf einem 62-Volt-System basiert. In der Stadt soll damit eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern realistisch sein. Geladen wird extern: Mit dem mitgelieferten Ladegerät ist der Akku in 150 Minuten von 20 auf 80 Prozent aufgeladen. Clever: Das Ladegerät passt in die optionalen Sidebags und kann bequem mitgeführt werden.
Technik, die begeistert – auch in der Praxis
Ein Highlight im Stadtverkehr: Die zehnstufige Rekuperation, die sich während der Fahrt bequem anpassen lässt. Das Sounddesign sowie die vorwärts orientierte Sitzposition geben dem Fahrer das Gefühl, in einem Kampfjet zu sitzen. Die umfangreiche Ausstattung lässt kaum Wünsche offen: Bosch-ABS, dreistufige Traktionskontrolle, Reifendruckkontrolle (RDKS), eSIM-basierte OTA-Updates, Kollisionswarnsystem, Alarmanlage und App-Anbindung gehören zur Serienausstattung.
Modulare Plattform für mehr
Die F77-Modelle sind keine Flickwerke mit Standardkomponenten – sie sind komplett eigenentwickelt und basieren auf einer modularen Plattform. Das schafft Raum für neue Fahrzeuge, die bald folgen sollen: eine große Reiselösung mit dem Projektnamen Tesseract, eine elektrische Stadtenduro namens Shockwave Aber auch eine 400V-Platform für das kommende Topmodell F99 steht bereits in den Startlöchern.
Preise, Händlernetz und Verfügbarkeit
Die Zero Center AG aus Süddeutschland fungiert als deutscher Importeur und hat für die Bikes von Ultraviolette bereits ein Händlernetz mit 10 Standorten bundesweit aufgebaut, Tendenz wachsend. Probefahrten können über das Zero Center organisiert werden. Wer eine F77 sein Eigen nennen möchte, muss allerdings etwas Geduld mitbringen: Die erste Lieferung ist bereits ausverkauft, die nächste Charge wird Anfang August erwartet.
Dafür jedoch lohnt es sich, kurzentschlossen zu sein, denn bei Bestellung bis zum 8. August 2025 gelten besondere Einführungspreise:
F77 Mach 2: 8.990 EUR (später 9.990 EUR)
F77 SuperStreet: 9.290 EUR (später 10.390 EUR)
SteckerBiker-Fazit: Ein spannender Neuzugang auf dem europäischen Markt
Mit Ultraviolette betritt ein neuer, spannender Akteur den europäischen Markt für Elektromotorräder – und das gleich mit einem beeindruckenden Gesamtpaket. Die F77 Mach 2 und SuperStreet machen auf den ersten Blick eine Menge richtig und versprechen reichlich Fahrspaß bei hohem Technikniveau. Wir sind gespannt, wie sich Ultraviolette weiterentwickelt – und freuen uns auf die nächsten Testfahrten.