Stark VARG SM Sköll: Wir sehen schwarz
Normalerweise ist „schwarzsehen“ bei uns kein gutes Zeichen. Bei der neuen Stark VARG SM Sköll machen wir allerdings eine Ausnahme. Die auf nur 500 Exemplare limitierte Sonderedition ist so konsequent schwarz, dass selbst wir kurz vergessen haben, dass Motorräder eigentlich auch andere Farben haben können. Aber warum funktioniert Schwarz auf zwei Rädern eigentlich so gut? Wir folgen diesmal einem schwarzen statt einem roten Faden.
Stark Varg SM in limitierter Sonderfarbe
Manchmal braucht es gar kein komplett neues Motorrad, um uns zu begeistern. Manchmal reicht es, ein ohnehin schon aufregendes Motorrad konsequent in Schwarz zu tauchen. Und genau das hat Stark mit der VARG SM Sköll getan.
Stark Future hat seine elektrische Supermoto genommen und ihr praktisch sämtliche Farbe entzogen. Das Ergebnis ist keine neue Baureihe, sondern eine auf weltweit 500 nummerierte Exemplare limitierte Sonderedition der straßenzugelassenen VARG SM.
Und verdammt, sieht die gut aus.
Damit sind wir offensichtlich nicht allein. Laut Stark gehört eine komplett schwarze VARG zu den am häufigsten geäußerten Kundenwünschen – gebaut hat man sie bislang trotzdem nie. Jetzt gibt es sie – und nach diesen 500 Exemplaren soll Schluss sein.
Ein Name mit dunkler Geschichte
Sköll stammt aus der nordischen Mythologie und bezeichnet einen Wolf, der die Sonne jagt. Schließlich verschlingt er sie – und aus Tag wird Nacht. Stark greift diese Geschichte ziemlich konsequent auf: 500 schwarze Wölfe, die nach der Sonne jagen.
Dafür wurden nicht einfach nur die Kunststoffteile schwarz eingefärbt. Gabelbrücken, Schwinge, Motorgehäuse, Inverter und weitere Bauteile verschwinden optisch im Dunkeln. Die schwarz eloxierten Gabelbrücken sind einzeln nummeriert und graviert. Nur die goldene Antriebskette setzt einen wirkungsvollen Kontrast.
Technisch basiert die Sköll auf der VARG SM in voller Alpha-Ausführung. Bedeutet: 80 PS, 7,2-kWh-Akku, dynamische Traktionskontrolle, voll einstellbares Supermoto-Fahrwerk, Brembo-Vierkolbenbremse vorn und Pirelli Diablo Rosso IV.
Ganz bei der Farbe belässt es Stark dann doch nicht. 3D-gedruckte Titan-Fußrasten und ein Titan-Schraubensatz sparen zusammen 1,1 Kilogramm. Damit kommt die Sköll auf 123,4 Kilogramm und ist laut Stark die bislang leichteste VARG SM. Das 3,3-kW-Ladegerät gehört ebenfalls dazu. Preis: 14.990 Euro. Erste Auslieferungen sind für Oktober 2026 vorgesehen.
Warum Schwarz?
Dass Stark ausgerechnet mit einer schwarzen Sonderedition einen offenbar häufig geäußerten Kundenwunsch erfüllt, kommt nicht von ungefähr. Maeving hat mit der auf nur 50 Exemplare limitierten RM1S Blackout eine ganz ähnliche Idee umgesetzt, BMW macht aus Triple Black seit Jahren eigene Modellvarianten – aktuell beispielsweise bei R 1300 GS, R 1300 GS Adventure und F 900 XR. Und natürlich darf bei diesem Thema Harley-Davidson nicht fehlen: Dort gehört der „Blacked-out“-Look praktisch zur Markenwelt. Bei der aktuellen Nightster Special sind Motor und zahlreiche Komponenten konsequent geschwärzt, Harley kombiniert dabei sogar matte und glänzende schwarze Oberflächen. Auch die Sportster S setzt auf „blacked-out finishes“.
Vielleicht funktioniert Schwarz bei Motorrädern gerade deshalb so gut, weil Reifen, Rahmen, Motorgehäuse und viele technische Komponenten ohnehin dunkel sind. Wird auch der Rest schwarz, wirkt das Motorrad geschlossener und einzelne Details stechen stärker hervor. Bei der Sköll übernimmt diesen Job beispielsweise die goldene Kette.
Schwarz ist zeitlos. Knallige Trendfarben können ein Motorrad irgendwann ziemlich eindeutig einer bestimmten Epoche zuordnen. Ein schwarzes Motorrad funktioniert heute – und wahrscheinlich auch noch in zehn Jahren.
Dass Motorradfahrer Schwarz mögen, zeigen zumindest einzelne Erhebungen: Eine Auswertung von Motorradkäufen in Lettland kam 2022 auf 40 Prozent Schwarz. Vergleichbare aktuelle Zahlen für Deutschland haben wir leider nicht gefunden.
Schwarz funktioniert offenbar immer – und bei der Sköll verdammt gut.
Die #SteckerBiker meinen
Manchmal braucht es offenbar gar kein komplett neues Motorrad, damit bei uns dieses kleine „Haben wollen“ einsetzt.
Bei der Sköll funktioniert das ausgesprochen gut. Und wer dieses Gefühl mit uns teilt, sollte bei der Limited Edition vermutlich nicht allzu lange zögern. Wir vermuten jedenfalls, dass Stark keine großen Schwierigkeiten haben wird, für seine schwarzen Wölfe neue Besitzer zu finden.
Wir sehen schwarz. Und diesmal gefällt uns das ausgesprochen gut.
Einen kleinen Rat hätten wir für die zukünftigen Fahrer allerdings noch: Zieht euch ruhig etwas Helles an – damit die Straße am Ende nicht auch euch auffrisst. 😁

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