NIU Modelljahr 2027: Neue FQiX 500 und zahlreiche Verbesserungen

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Author Remo Klawitter

Quelle: NIU Technologies, Pressemitteilung vom 29. Oktober 2026 zur EICMA 2026

Während NIU mit der NQiX 500 bereits ein leistungsstarkes Modell im Programm hat, fehlte bislang ein entsprechendes Gegenstück in der sportlicher gestalteten FQiX-Baureihe. Schon bei der Vorstellung der FQiX 150 und 300 hatten wir auf diese Lücke nach oben hingewiesen. Zur EICMA 2026 in Mailand schließt NIU sie nun mit der neuen FQiX 500 und präsentiert gleichzeitig insgesamt 25 Änderungen für das Modelljahr 2027. Neben mehr Leistung und neuen Akkus stehen auch zahlreiche Verbesserungen im Detail auf dem Programm.

NIU FQiX 500

FQiX 500: Die Lücke wird geschlossen

Die neue FQiX 500 basiert auf der NQiX 500, übernimmt deren verstärkten Rahmen und kombiniert ihn mit der sportlicheren Designsprache der FQiX-Baureihe.

Mit der FQiX-Serie möchte NIU vor allem junge und junggebliebene Fahrer ansprechen. Zwar haben sich die bisherigen Modelle mit ihrem markanten NIU-Halo-Ring deutlich von anderen Rollerherstellern abgehoben, wirkten optisch aber auch immer etwas biederer. Die kantigere und dynamischere Gestaltung der FQiX-Baureihe soll nun eine Zielgruppe erreichen, die es sportlicher mag.

Mit 110 km/h Höchstgeschwindigkeit, kurzzeitig sogar 115 km/h im Boost-Modus, serienmäßigem ABS und der Möglichkeit, die Reichweite durch einen dritten Akku deutlich zu erhöhen, dürfte die neue FQiX 500 besonders für Pendler interessant werden.

Akku Niu 500
Akku der Niu 500er Serien

Serienmäßig sind zwei Akkus mit jeweils 72 Volt und 28 Ah verbaut. Anders als bei den kleineren Modellen setzt NIU bei der 500er-Baureihe auf sogenannte Pouch-Zellen statt auf zylindrische Rundzellen. Auch der innere Aufbau, die Abmessungen und die Steckverbindungen unterscheiden sich.

Die kompakteren Akkus wiegen mit jeweils 12,4 kg rund drei Kilogramm weniger als die bisherigen Akkus der NQiX 150 und 300. Gerade für kleinere, zierlichere Personen ist das ein spürbarer Vorteil, wenn die Akkus zum Laden regelmäßig entnommen und getragen werden müssen.

Die geringeren Abmessungen ermöglichen außerdem eine Besonderheit der 500er-Baureihe: Unter der Sitzbank lässt sich ein optionaler dritter Akku unterbringen, der die Reichweite auf bis zu 130 Kilometer erhöht. Der dafür benötigte Kabelanschluss ist bereits serienmäßig unter der Sitzwanne vorhanden. Alle drei Akkus werden gemeinsam angesteuert und während der Fahrt gleichmäßig entladen. Ein zusätzlicher Umbau ist somit nicht erforderlich.

Der Einstiegspreis liegt bei 4.699 Euro, die Auslieferung an europäische Händler ist für das erste Quartal 2027 geplant.

Auch die NQiX 500 legt zu

Nicht nur die neue FQiX profitiert von der Modellpflege. Die bekannte NQiX 500 erhält einen verstärkten Rahmen aus HC420-Stahl und wird künftig ebenfalls 110 km/h schnell. Im Boost-Modus sind bis zu 115 km/h möglich – bisher lag die Höchstgeschwindigkeit bei 100 km/h.

Auch beim Preis könnte sich etwas ändern. Während die NQiX 500 im Modelljahr 2026 noch 4.599 Euro kostete, wäre für 2027 eine Erhöhung um 100 Euro auf 4.699 Euro denkbar. Damit läge sie preislich gleichauf mit der neuen FQiX 500. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bislang nicht.

Akku NIU NQi
Der neue Akku für NIU NQi /FQi 150 und 300

Neue Akkus serienmäßig – auch für ältere Modelle

Ab dem Modelljahr 2027 verbaut NIU in der NQiX 150/300, FQiX 150/300 sowie NQi Sport/GTS serienmäßig neue, kompaktere 72-V-/30-Ah-Akkus. Mit einer Kapazität von jeweils 2.160 Wh sollen diese die Reichweite um bis zu sieben Prozent erhöhen.

Besonders erfreulich: Die neuen Akkus sind laut NIU auch mit den Modelljahren 2025 und 2026 kompatibel. Selbst die bisherigen Ladegeräte können weiterverwendet werden.

Damit profitieren nicht nur Käufer der neuen Modelle von der Weiterentwicklung, sondern auch Besitzer älterer Fahrzeuge.

Endlich Allwetterreifen, mehr Licht und besserer Korrosionsschutz

Auch abseits von Leistung und Reichweite hat NIU nachgebessert. Besonders erfreulich: Endlich bekommen alle Modelle serienmäßig CST SC12 Allwetterreifen. Gerade für Fahrer, die ihren Roller das ganze Jahr über nutzen, ist das eine willkommene Verbesserung.

Die NQiX- und FQiX-Baureihen erhalten außerdem hellere Scheinwerfer, während eine schnellere GPS-Verbindung die Konnektivität verbessern soll.

Ein weiteres Augenmerk liegt auf dem Korrosionsschutz. Rahmen, Ständer und Schwingen erhalten eine verbesserte Beschichtung. Denn Rost war gerade bei Fahrzeugen, die auch im Winter bewegt wurden, ein Problem – insbesondere im Akkufach und im Bereich des Hauptständers. Gut, dass NIU hier nachbessert.

Für die NQiX-Baureihe stehen außerdem mit Matt Blue, Jungle Green und Nardo Grey drei neue Farben zur Auswahl.

NIU mit knapp 40 Prozent Marktanteil – aber wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus?

Laut NIU entfällt in Deutschland inzwischen jede vierte Neuzulassung eines Elektrorollers auf die NQiX 500. Der Marktanteil der Marke liegt nach eigenen Angaben bei knapp 40 Prozent.

Beeindruckende Zahlen. Allerdings kämpft NIU in Deutschland nach unseren Erfahrungen weiterhin modellübergreifend mit erheblichen Lieferschwierigkeiten. Zwischen der Ankündigung neuer Fahrzeuge und ihrer tatsächlichen Verfügbarkeit beim Händler liegen teilweise Monate.

Umso gespannter sind wir, ob NIU den angekündigten Marktstart im ersten Quartal 2027 tatsächlich einhalten kann. Schließlich nützen die interessantesten Neuheiten wenig, wenn Kunden vergeblich auf ihre Fahrzeuge warten.

Die #SteckerBiker meinen

Mit der FQiX 500 schließt NIU eine bislang auffällige Lücke im Modellprogramm. Noch interessanter finden wir allerdings die Verbesserungen der bestehenden Baureihen und insbesondere die rückwärtskompatiblen Akkus.

Die serienmäßigen Allwetterreifen, der verbesserte Korrosionsschutz und die neuen Akkus sind sinnvolle Verbesserungen, die nicht nur die Alltagstauglichkeit steigern, sondern auch die Langlebigkeit der beliebten NIU-Roller fördern dürften. Dass NIU bestehende Schwachstellen angeht und dabei auch Bestandskunden berücksichtigt, ist ausdrücklich zu begrüßen.

Jetzt muss der Hersteller nur noch zeigen, dass die neuen Modelle nicht nur auf dem Papier überzeugen, sondern spätestens zum Saisonstart 2027 auch tatsächlich bei den Händlern stehen.

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1 Kommentar

  1. Gibt es Software-Verbesserungen beim NQiX500? Die Blinker-Lautstärke z.B. wird nach drei Tagen vergessen. Die Navigation geht manchmal während der Fahrt einfach aus.
    Die letzten Absätze sind doppelt 🙂

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