Bewerbungsstart fürs PaceRace 2026: 25 Startplätze zu vergeben
Am 24. April 2026 um 0 Uhr öffnet das Bewerbungsfenster für das PaceRace 2026. Wer dabei sein will, sollte schnell sein: Nur 25 Startplätze stehen für die sechste Auflage der Effizienz-Rallye zur Verfügung.
Veranstalter ist der Elektromotorradclub Deutschland e.V. (EMCD), der mit dem PaceRace eines der spannendsten Formate für elektrische Zweiräder in Deutschland etabliert hat.
Termin und Region
Das Event findet vom 28.–30. September 2026 im Bayerischen Jura statt. Die Region zwischen Neumarkt in der Oberpfalz, Amberg, Regensburg und Kelheim bietet ideale Bedingungen für eine solche Veranstaltung.
Kurvenreiche Landstraßen, wenig Verkehr und eine abwechslungsreiche Landschaft machen die Rallye nicht nur zur Effizienz-Challenge, sondern auch zu einer echten Motorradtour mit hohem Erlebnisfaktor.
Zu den landschaftlichen Highlights zählen unter anderem das Altmühltal, das Tal der Schwarzen Laber, der Donaudurchbruch bei Kelheim sowie Orte wie Kallmünz, Velburg oder Berching.
Gefahren wird auf einer Rundstrecke mit identischem Start- und Zielpunkt. Das bedeutet: Gepäck bleibt im Hotel, gefahren wird ohne unnötigen Ballast.
Das Konzept: Effizienz statt Geschwindigkeit
Das Grundprinzip des PaceRace ist einfach, aber anspruchsvoll. Jeder Fahrer hat exakt sieben Stunden Zeit. Innerhalb dieses Zeitfensters gilt es, etwa 200 bis 350 Kilometer möglichst effizient zu bewältigen.
Jeder Teilnehmer erhält eine individuelle Zielzeit (Startzeit + 7 Stunden).
Entscheidend ist die richtige Strategie:
Wer zu schnell fährt, erhöht den Verbrauch und verliert Zeit beim Laden. Wer zu langsam unterwegs ist, nutzt das Zeitfenster nicht optimal aus. Es geht also darum, die perfekte Geschwindigkeit zu finden – die richtige „Pace“.
Rallye-Elemente und Strategie
Neben der Effizienz spielen klassische Rallye-Aspekte eine wichtige Rolle. Die Wahl der passenden Ladepunkte, die Streckenplanung sowie das Zeitmanagement sind entscheidend.
Auch Fragen wie „Autobahn oder Landstraße?“ oder „schnell laden oder öfter kurz nachladen?“ gehören zur Strategie.
Technische Unterschiede zwischen den Motorrädern werden berücksichtigt, sodass grundsätzlich jeder Teilnehmer eine Chance hat – unabhängig vom Fahrzeug.
Organisation: Hotel, Laden und Austausch
Für das Event wird ein Hotel in der Region bekanntgegeben. Es dient als Basislager für alle Teilnehmer. Hier wird übernachtet, das Gepäck gelagert und am Samstagabend gemeinsam der Tag ausgewertet.
Ein zentraler Punkt:
Am Hotel stehen Lademöglichkeiten für E-Motorräder zur Verfügung. Damit ist sichergestellt, dass alle Fahrzeuge über Nacht geladen werden können.
Laden in der Gruppe funktioniert nicht?
Ein häufig genanntes Argument gegen Touren mit E-Motorrädern in der Gruppe ist die vermeintlich unzureichende Ladeinfrastruktur.
Der EMCD und die SteckerBiker wollen beweisen: an nur einer 2×22 kW AC-Ladesäule können durch abgestimmtes Laden und intelligentes Zeitmanagement bis zu 25 E-Motorräder über Nacht geladen werden.
Nicht jedes Fahrzeug benötigt dauerhaft volle Leistung – genau dieses Zusammenspiel macht den Unterschied.
Telemetrie und Daten
Auch technisch entwickelt sich das Event weiter. Fahrer von Zero– und Energica-Motorrädern können freiwillig Telemetriedaten bereitstellen.
Diese werden in einer Live-Karte angezeigt und geben Einblick in Akkustand, Batterietemperatur und Ladeverhalten.
Neu ist die Möglichkeit, diese Daten anonymisiert zu speichern, um langfristig Auswertungen zu Verbrauch und Ladekurven zu ermöglichen.
Bewerbung und Teilnahme
Die Teilnahme erfolgt nicht über eine klassische Anmeldung, sondern über ein Bewerbungsverfahren. Gesucht wird eine Mischung aus erfahrenen E-Motorradfahrern, Langstreckenfahrern und interessierten Neueinsteigern.
Im Rahmen der Bewerbung erzählst du dem EMCD, wer du bist, wie du zum E-Motorrad gekommen bist, welches Ladeequipment du nutzt und wie groß der Akku deines Fahrzeugs ist.
Das Bewerbungsfenster ist seit dem 24.04.2026 geöffnet. Aufgrund der begrenzten Startplätze empfiehlt sich eine zeitnahe Bewerbung.
Weitere Informationen und Bewerbung unter:
https://pace-race.de/bewirb-dich-als-teilnehmer/
Das PaceRace zeigt einmal mehr, worum es bei elektrischer Mobilität wirklich geht:
nicht um Theorie, sondern um Praxis – und darum, unter realen Bedingungen herauszufinden, wie weit man wirklich kommt.