NIU FQiX x Razer: Gaming-Kultur trifft Elektroroller
NIU macht den neuen FQiX gemeinsam mit Razer zum vielleicht auffälligsten Roller der Modellpalette. Doch hinter der weltweit auf 2.500 Stück limitierten Special Edition steckt mehr als eine schrille Farbe – NIU will jünger werden und auf jeden Fall auffallen.
Über FQiX 150 und FQiX 300 haben wir gerade erst ausführlich berichtet. Deshalb wollen wir an dieser Stelle gar nicht noch einmal über Akkus, Reichweiten und Fahrleistungen sprechen. Stattdessen schauen wir uns an, was hinter der Zusammenarbeit mit Razer steckt – denn zumindest unter klassischen Zweiradfahrern dürfte der Name nicht jedem auf Anhieb etwas sagen.
Wer steckt hinter Razer?
Wer mit Gaming wenig am Hut hat, dürfte mit Razer möglicherweise tatsächlich nicht viel anfangen können. Unter Computerspielern sieht das völlig anders aus.
Razer gehört zu den bekanntesten Marken der Gaming-Szene und produziert unter anderem Gaming-Mäuse, Tastaturen, Headsets, Notebooks und weiteres Zubehör. Besonders auffällig ist seit vielen Jahren die Designsprache der Marke: viel Schwarz, kombiniert mit einem beinahe schon giftigen Grün und dem charakteristischen Logo mit den drei Schlangen.
Razer versteht sich allerdings längst nicht mehr nur als Hersteller von Computerzubehör, sondern als Lifestyle-Marke für Gamer. Kooperationen mit anderen Marken und bekannten Franchises gehören längst zum Geschäft. Und auch die Zusammenarbeit mit NIU ist nicht neu: Bereits 2022 brachten NIU und Razer gemeinsam limitierte Versionen des SQi und NQiGT auf die Straße. Mit dem neuen FQiX wird diese Kooperation nun auf der aktuellen Modellgeneration fortgesetzt.
Schwarz, Grün und ein bisschen Computerspiel
Schon der normale FQiX fällt deutlich sportlicher und kantiger aus als viele frühere NIU-Modelle. Die Razer Edition setzt optisch noch einen drauf. Das typische Schwarz-Grün von Razer zieht sich über das Fahrzeug und passt erstaunlich gut zu den kantigen Linien und dem X-förmigen Scheinwerfer. Dazu kommen farbige Nähte in der Sitzbank, ein Razer-inspiriertes Dashboard, eine spezielle Startsequenz im Display und ein eigener Start-up-Sound.
Das passt zur Richtung, die NIU mit der FQiX-Serie ohnehin einschlägt. Die Baureihe soll gezielt eine jüngere und technologieaffine Zielgruppe erreichen – und mit Razer wird dieser Kurs konsequent weitergetrieben. Der Elektroroller darf auffallen, emotionaler werden und Teil eines bestimmten Lifestyles sein. Und auch so mancher Junggebliebene dürfte am schwarz-grünen FQiX seinen Spaß haben.
Technisch bleibt die Special Edition weitgehend beim bekannten FQiX. Dafür verlangt NIU 100 Euro Aufpreis: Der FQiX 150 kostet als Razer Edition 2.599 statt 2.499 Euro. Bezahlt wird damit vor allem für das spezielle Design und die Razer-Extras – für eine limitierte Sonderedition ein durchaus überschaubarer Aufpreis. Die FQiX 300 liegt bei 3099 Euro.
Nur 2.500 Stück weltweit
Der Online-Vorverkauf läuft vom 2. September bis 11. Oktober 2026. Für 100 Euro Reservierungsgebühr lässt sich der FQiX x Razer online reservieren. Dabei wählt der Käufer seinen bevorzugten NIU-Händler aus. Der Restbetrag wird später direkt beim Händler vor Ort bezahlt, wo auch die Fahrzeugübergabe erfolgt.
Die ersten Fahrzeuge werden Ende Oktober erwartet. Zunächst sollen die Vorbestellungen ausgeliefert werden, anschließend folgen die regulären Händlerbestellungen. Die Razer Edition ist weltweit auf 2.500 Exemplare limitiert. Für besonders schnelle Käufer gibt es noch eine Zugabe: Bei den ersten 300 Reservierungen legt NIU einen Razer Rogue V4 Gaming-Rucksack kostenlos dazu.
Wer unbedingt einen schwarz-grünen FQiX haben möchte, sollte also nicht allzu lange überlegen.
Aus dem NQiX 1000 gelernt?
Ganz neu ist das Modell der Online-Reservierung bei NIU nicht. Bereits beim NQiX 1000 gab es verschiedene Vorbestellaktionen. Wer damals 100 Euro zahlte, bekam dafür ein Paket aus T-Shirt, Buch und NIU-Helm. Später ließ sich das angekündigte Topmodell sogar für einen symbolischen Euro reservieren.
Auf den eigentlichen Roller warten die Interessenten allerdings bis heute – und inzwischen erscheint es zumindest fraglich, ob der NQiX 1000 in der damals angekündigten Form überhaupt noch auf den Markt kommt. Wer noch eine offene 1-Euro-Reservierung hat, kann sich an NIU wenden und sich den Betrag zurückerstatten lassen.
Beim FQiX x Razer sieht die Situation deutlich anders aus. Die Fahrzeuge sind bereits produziert und auf dem Weg nach Europa, die ersten Exemplare werden Ende Oktober erwartet. Zunächst sollen die Vorbestellungen ausgeliefert werden, anschließend folgen die regulären Händlerbestellungen.
NIU scheint aus der Geschichte rund um den NQiX 1000 gelernt zu haben. Diesmal startet der Vorverkauf erst, wenn die Fahrzeuge tatsächlich unterwegs sind.
Die #SteckerBiker meinen
Die Zusammenarbeit mit Razer passt erstaunlich gut zum neuen FQiX. Das kantige Design bietet die passende Grundlage, die Sonderedition ist konsequent umgesetzt und 100 Euro Aufpreis halten wir angesichts der Limitierung für durchaus fair.
Vor allem zeigt die Kooperation, dass NIU mit der FQiX-Serie tatsächlich neue Wege gehen will. Jünger, auffälliger und ein bisschen weniger vernünftig – das steht der Marke gut.
Und wer mit Gaming überhaupt nichts anfangen kann: Kawasaki-Grün funktioniert schließlich auch ganz ohne Computer. 😜