GR1T Founder’s Circle: Rabatt für erste Serie E-Motorräder
GR1T setzt auf Frühstarter und eine kleine Anzahlung
GR1T-Motorcycles wirbt bei unserem Mediapartner THEPACK.news in einer gesponserten Pressemitteilung mit dem „Founder’s Circle“ um die erste Welle an Kundinnen und Kunden. Die Idee dahinter ist schnell erklärt: Wer früh reserviert, soll bei Produktionsstart einen Preisvorteil erhalten und zugleich näher an der Entwicklung dran sein. Konkret nennt GR1T eine vollständig erstattungsfähige Anzahlung von 100 Euro, die den Platz „in der ersten Reihe“ sichern soll, inklusive exklusiver Updates zu Prototypen und Technik. Das Zeitfenster ist klar abgesteckt: Das Angebot soll bis zum 31. Januar 2026 laufen.
Zwei Modelle für den Alltag: G1S Street und G1X Scrambler
Als erste Produktgeneration positioniert GR1T zwei elektrische Leichtgewichte, die vor allem auf urbane Nutzung und Pendelstrecken zielen. Die G1S Street wird als City-Bike mit 130 km/h Höchstgeschwindigkeit und einem sehr niedrigen Fahrzeuggewicht von 127 kg inklusive Batterien beschrieben. Dazu kommt eine Zuladung von 190 kg, was in der Praxis sowohl für den Weg zur Arbeit als auch für Einsätze wie Lieferdienste oder Flottenbetrieb interessant klingen kann. Die G1X Scrambler soll dasselbe Grundkonzept in eine robustere Richtung verlängern: weiterhin 130 km/h Höchstgeschwindigkeit und 150 km Stadt-Reichweite (nicht gleichzeitig, versteht sich) als Herstellerangabe, dazu eine auf „light off-road“ getrimmte Ergonomie mit 830 mm Sitzhöhe sowie Details wie Handprotektoren und Windschild. Als Dauerleistung nennt GR1T 11 kW, was die Fahrzeuge klar im A1-Segment platziert.
Wechselakku, entnehmbares Ladegerät und viele digitale Zutaten
Spannend wird es dort, wo GR1T die Alltagshürden von E-Motorrädern adressiert. Beide Modelle setzen auf entnehmbare Akkupakete und eine „swappable“ Architektur. Aus unserer Sicht gehört dazu ein Detail, das auf der EICMA sofort positiv aufgefallen ist: ein entnehmbares Ladegerät, mit dem die ebenfalls entnehmbaren Akkus nicht nur im Fahrzeug, sondern auch in der Wohnung geladen werden können. Gerade in Städten, in denen ein Stellplatz ohne Steckdose die Regel ist, kann genau so eine Lösung den Unterschied machen zwischen „nice idea“ und „wirklich machbar“.
Der Hersteller ergänzt das Ganze um ein deutlich digitales Paket: Konnektivität über 4G/5G, ein 5-Zoll-Display mit eigener App-Logik, Keyless-Funktionen, kabelloses Smartphone-Laden und Over-the-Air-Updates. Dazu kommen drei hochauflösende Kameras (Front, Heck und eine fahrergerichtete Dashcam) sowie vier Fahrmodi inklusive Rekuperation und Rangierfunktionen. Ob diese Features im Alltag als echte Mehrwerte wahrgenommen werden oder eher als „nice to have“, wird am Ende weniger am Datenblatt hängen als an Bedienbarkeit, Software-Stabilität und Support-Struktur.
Die Reichweitenfrage und was 5,88 kWh in der Praxis bedeuten
GR1T beziffert die Akkukapazität mit nominal 2 × 2,940 kWh, also insgesamt 5,88 kWh. Das ist nicht sehr üppig, sollte aber, wenn der Verbrauch im Alltag in Grenzen bleibt, viele typische Arbeitswege abgedecken können. Gleichzeitig bleibt die entscheidende Frage offen: Wie belastbar sind die genannten 150 km im Stadtbetrieb wirklich? Genau hier sind wir aus Erfahrung erst einmal skeptisch. Bei Reichweitenversprechen ist es oft der Mix aus Fahrprofil, Außentemperatur, Fahrergewicht, Topografie und Tempo, der die Theorie sehr schnell in die Realität zurückholt.
Wir berichteten darüber: Aufreger Reichweite: Warum stimmen die Angaben nie?
Founder’s Circle als Signal: Risiko klein, Hebel groß
Das Angebot selbst zielt klar auf Momentum: 100 Euro für eine Reservierung sind ein überschaubarer Einsatz, zumal GR1T die vollständige Erstattbarkeit betont. Gleichzeitig sind solche Reservierungsprogramme für junge Hersteller nicht nur Marketing, sondern auch ein Signal in Richtung Markt und Kapital: Jede Reservierung ist ein Beleg für Nachfrage, der die Gespräche mit Partnern und möglichen Investoren erleichtern kann. Ob die Finanzierung der Produktion bereits final gesichert ist, dazu liegen uns aktuell keine Informationen vor. Genau deshalb ist die Transparenz in den nächsten Monaten entscheidend, denn zwischen überzeugendem Messeauftritt und verlässlicher Serienfertigung liegt nicht nur in der Zweiradwelt bekanntlich ein weiter Weg.
Die SteckerBiker meinen:
Auf der EICMA konnten wir uns die GR1T-Modelle aus nächster Nähe ansehen, und der erste Eindruck war positiv: Die Fahrzeuge wirken qualitativ gut, sauber verarbeitet und mit einigen durchdachten Detaillösungen, die nicht nach Showroom, sondern nach Alltag aussehen. Das entnehmbare Ladegerät in Kombination mit entnehmbaren Akkus ist dabei ein echter Pluspunkt, weil es das Laden flexibler macht und damit eine zentrale Hürde vieler Pendler-Anwendungen entschärft. Die nominelle Akkukapazität von 2 × 2,940 kWh verspricht bei moderatem Verbrauch eine Reichweite, die für viele tägliche Strecken reichen kann, auch wenn die kommunizierten 150 km erst noch im Realbetrieb bestätigt werden müssen. Unterm Strich bleibt: Als Pendlerfahrzeuge sind G1S und G1X konzeptionell spannend, und die 100-Euro-Reservierung wirkt als Risiko überschaubar – zugleich hilft jede Reservierung, die Marke in Richtung Serie zu schieben und die Motorräder tatsächlich auf die Straße zu bringen.
Die originale Pressemitteilung wurde hier bei unserem Medienpartner veröffentlicht:
https://thepack.news/join-the-gr1t-founders-circle-and-unlock-a-e1500-factory-discount-off-your-gr1t-motorcycle/