Future Eyes F150 Pro: E-Mopete mit Roller-Genen
Die Optik eines Adventure-Motorrads, der Komfort eines Rollers und ein elektrischer Antrieb – warum eigentlich nicht alles zusammen? Mit dem Future Eyes E-Moto F150 Pro ADV taucht in vietnamesischen Zweiradmagazinen aktuell ein futuristisches Elektrozweirad auf, das genau diese Idee aufgreift. Kantiges Design, eine aufrechte Sitzposition und eine markante Frontverkleidung, die ordentlich Wetterschutz verspricht. Ein Konzept, das gerade für Motorradfahrer interessant sein könnte. Ob es sich beim F150 Pro ADV allerdings „nur“ um eine Designstudie handelt oder ob eine Produktion geplant ist, wissen wir derzeit noch nicht. Eine bestätigte Serienankündigung liegt uns bislang nicht vor.
Motorrad oder Roller? Hauptsache beides!
Wer den Future Eyes F150 Pro ADV zum ersten Mal von vorne betrachtet, denkt vermutlich nicht sofort an einen klassischen Elektroroller. Die kantige Front, die kräftige Upside-down-Gabel und die markante Linienführung erinnern eher an ein futuristisches Adventure-Motorrad.
Erst beim zweiten Hinsehen offenbart sich die Mischung aus Motorrad und Roller. Statt eines klassischen tiefen Durchstiegs besitzt der F150 Pro einen auffällig hohen Mitteltunnel mit seitlichen Trittflächen. Dazu kommen eine lange Sitzbank und ein breiter Lenker, der eine angenehm aufrechte Sitzposition ermöglicht. Die weit heruntergezogene Frontverkleidung verspricht außerdem einen Wetterschutz, den man sich auf so manchem Elektromotorrad wünschen würde.
Besonders interessant ist die weit heruntergezogene Frontverkleidung. Sie dürfte nicht nur den Oberkörper, sondern auch Knie und Beine zumindest teilweise vor Fahrtwind und schlechtem Wetter schützen.
Und genau hier wird der F150 Pro ADV für Motorradfahrer interessant. Denn so schön das unmittelbare Fahrerlebnis auf einem Elektromotorrad auch ist: Wer regelmäßig bei Wind und Wetter unterwegs ist, weiß einen vernünftigen Wetterschutz durchaus zu schätzen.
Ein Zweirad für alle Gelegenheiten
Ganz neu ist die Idee, Motorrad und Roller miteinander zu verbinden, natürlich nicht. Honda hat mit dem X-ADV und dem kleineren ADV350 längst gezeigt, dass Adventure-Optik, aufrechte Sitzposition und die praktischen Vorzüge eines Rollers durchaus zusammenpassen.
Auch elektrisch zeichnet sich dieser Trend ab. Die Horwin Senmenti 1, über die wir bereits berichtet haben, verfolgt einen ähnlichen Ansatz. Sie verbindet die Fahrleistungen eines leistungsstarken Elektromotorrads mit dem Komfort eines großen Rollers.
Der Future Eyes F150 Pro ADV setzt optisch noch stärker auf den Charakter eines Adventure-Motorrads. Mit seiner massiven Front und dem auffälligen Fahrwerk könnte er auch Fahrer ansprechen, die bislang mit klassischen Rollern wenig anfangen konnten.
Gewöhnungsbedürftig? Auf jeden Fall!
Beim Design haben sich die Entwickler offensichtlich nicht zurückgehalten. Die ungewöhnlich hohe Front, die scharf gezeichneten Verkleidungsteile und die schmalen LED-Leuchten verleihen dem F150 Pro einen ziemlich futuristischen Auftritt.
Besonders in der Seitenansicht fallen die eigenwilligen Proportionen auf. Während sich die Front hoch aufbaut und mit ihrer massiven Verkleidung beinahe an ein Adventure-Motorrad erinnert, wirkt das vergleichsweise kleine Hinterrad fast ein wenig verloren. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen!
Doch gerade die eigenwilligen Proportionen könnten im Alltag durchaus ihre Vorteile haben. Schließlich steht beim F150 Pro nicht nur die Optik im Vordergrund, sondern auch der Komfort für Fahrer und Beifahrer.
Auch bei den technischen Details gibt es einiges zu entdecken. Vorn fällt eine kräftige Upside-down-Gabel auf, hinten das ungewöhnlich positionierte Federbein. Sportlich gestaltete Räder, eine markante Bremsanlage und ein großes TFT-Display runden den Auftritt ab. Hinzu kommen beleuchtete Bedienelemente und eine Entriegelung per NFC.
Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Aber da man beim F150 Pro ohnehin mehr auf als vor ihm sitzt, dürften am Ende die fahrerischen Qualitäten deutlich wichtiger sein als seine ungewöhnliche Optik.
Vom Zusatzscheinwerfer zum Elektroroller
Interessant ist auch der Name hinter dem Fahrzeug. Future Eyes ist bislang vor allem für LED-Zusatzscheinwerfer und Beleuchtungslösungen für Motorräder bekannt.
Mit dem E-Moto F150 Pro taucht nun ein komplettes Elektrozweirad unter diesem Namen auf. Ein bemerkenswerter Schritt für eine Marke, die bislang vor allem mit der Beleuchtung anderer Motorräder in Verbindung gebracht wurde.
Neben den veröffentlichten Bildern kursieren inzwischen auch Videoaufnahmen, auf denen ein F150 Pro mit Fahrer auf der Straße zu sehen ist. Gerade in Bewegung wirkt das ungewöhnliche Design erstaunlich stimmig.
Und natürlich weckt ein solches Fahrzeug Erwartungen an seinen Antrieb. Ein kräftiger Elektromotor und ein ausreichend großer Akku würden hervorragend zu einem Konzept passen, das nicht nur im Stadtverkehr, sondern auch auf längeren Strecken überzeugen soll.
Die #SteckerBiker meinen:
Je länger wir uns die Bilder des Future Eyes F150 Pro anschauen, desto besser gefällt uns seine ungewöhnliche Optik. Und irgendwie können wir uns schon richtig gut vorstellen, mit diesem Gefährt auf große Tour zu gehen – oder einfach nur schnell zum Supermarkt zu fahren.
Vielleicht bringt uns der F150 Pro sogar dazu, Patricks berühmte N+1-Regel neu auszulegen. Wobei N bekanntlich für die Anzahl der Motorräder steht, die man bereits besitzt. Und wer sagt eigentlich, dass das nächste nicht auch ein Roller sein darf? 😉
Vor allem aber bewundern wir den Mut der Entwickler und Designer, auch mal um die Ecke zu denken, ausgetretene Pfade zu verlassen und damit neue Ideen und Innovationen voranzubringen.
Gerade bei der Elektromobilität passt das doch wunderbar: Wer sich bereits von fossilen Kraftstoffen verabschiedet hat, wird sich schließlich auch an ein etwas ungewöhnlicheres Design gewöhnen können! Bis wir wissen, ob der F150 Pro eine Designstudie bleibt oder tatsächlich in Produktion gehen soll, lassen wir einfach mal die Bilder sprechen – den Rest überlassen wir eurer Fantasie!
Und weil technische Daten bislang Mangelware sind, lassen wir einfach mal die Bilder sprechen – den Rest überlassen wir eurer Fantasie!