Trevor Motorcycles liefert die ersten DTRe Vince aus

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Categories Fahrzeuge
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Author THE PACK

Als uns einer der Gründer von Trevor Motorcycles eine Nachricht mit einem aktuellen Stand zur neuen DTRe Vince Modelljahr 2026 schickte, mussten wir nicht lange überlegen, ob wir uns die jüngsten Entwicklungen vor Ort ansehen wollten.

Trevor DTRe Vince MY26

Von einer Kaffeebar in Antwerpen bis zur Serienproduktion

Die Geschichte begann vor sechs Jahren in einer Kaffeebar in Antwerpen. Dort zeigten Jeroen-Vincent Nagels und Philippe Stella THE PACK erstmals ihre frühen Skizzen für ein elektrisches Dirt-Track-Motorrad. Wenn man betrachtet, wo das Unternehmen heute steht, markiert dieses erste Treffen den Ausgangspunkt für eine bemerkenswerte Entwicklung.

Trevor DTRe Vince MY26
Jeroen-vincent Nagels und Wido Veldkamp

Die DTRe Vince, das neueste Modell von Trevor, steht nun vor der Markteinführung in Europa und den Vereinigten Staaten. Was THE PACK bislang sehen konnte, ist das Ergebnis einer sorgfältigen Entwicklung hin zum endgültigen Serienmodell, das für den Einsatz auf öffentlichen Straßen bereit ist.

Zwei Versionen, zwei Preisklassen

Nagels erklärt, dass es sich bei den ersten Chargen, die sich nun in Produktion befinden, nicht um die Basisversion der DTRe Vince handelt. Diese startet mit einem 3,5-kWh-Akku bei 9.995 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Stattdessen wird zunächst das Topmodell gebaut: die Trevor DTRe Vince Track & Trail mit einem 5,0-kWh-Akku zum Preis von 11.999 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

Trevor DTRe Vince MY26

Trevor hat die Vince als vollwertiges Motorrad entwickelt und nicht als Kompromiss. Metallkomponenten, Fahrwerk, Bremsen und Federung sind echte Motorradkomponenten und keine leichteren und günstigeren Teile, die ursprünglich aus dem E-Bike-Bereich stammen.

In Europa ist die Vince als Enduro mit 11 kW homologiert. Jeroen-Vincent zufolge sorgt das Zusammenspiel aus Drehmoment, Leistung und Gewicht dafür, dass sich das Motorrad in der Praxis stärker anfühlt, als es die reine Leistungsangabe vermuten lässt. Gleichzeitig erfüllt es vollständig die Anforderungen an Homologation und Versicherung. Damit stellt die Vince einen deutlichen Schritt gegenüber der Trevor DTRe Stella dar, die zuvor das Premium-Modell der Marke war.

Trevor DTRe Vince MY26

Ein Motorrad für Straße und leichtes Gelände

Philippe beschreibt die Vince weder als reine Motocross-Maschine noch als Wettbewerbs-Enduro. Vielmehr sei sie als vielseitiger Scrambler beziehungsweise Street-Flat-Tracker zu verstehen – ganz im Sinne der Philosophie der ursprünglichen DTRe Stella.

Er erwartet, dass die meisten Vince überwiegend im urbanen Umfeld eingesetzt werden. Die Track-&-Trail-Version ist jedoch auch für leichte Offroad-Einsätze ausgelegt.

Trevor DTRe Vince MY26

Die Vince verwendet Nissin-Bremsen mit Bremsscheiben von NG Brakes, darunter eine 270-Millimeter-Scheibe an der Front. Hinzu kommen eine von Trevor entwickelte Gabel und Hinterradfederung sowie ein auffallend steifer Rahmen, Hilfsrahmen und Heckbereich.

Das Gewicht bleibt ungefähr auf dem Niveau der DTRe Stella, die Konstruktion fällt jedoch deutlich robuster aus. Laut Trevor ermöglicht dies ein souveränes Fahrverhalten auf schlechten Straßen und unbefestigten Wegen. Unterstützt wird das durch straßenzugelassene Flat-Track-Reifen von Mitas.

Trevor DTRe Vince MY26

Die Entwicklung der DTRe Vince

Die Entwicklung der Vince nahm weniger Zeit in Anspruch als Saroléas frühere Arbeit an der Stella. Trevor führt dies darauf zurück, dass das Team inzwischen auf deutlich mehr Erfahrung und Wissen zurückgreifen konnte.

Das Projekt reicht bis ins Jahr 2024 zurück. Damals fertigten Jeroen-Vincent und Philippe in Antwerpen mit Unterstützung der Karel de Grote University of Applied Sciences die ersten Skizzen an.

Trevor DTRe Vince MY26
Alain Maris

Nagels und Alain Maris von Maris Racing verbrachten anschließend rund anderthalb Jahre damit, diese ersten Zeichnungen in ein homologiertes Vorserienmodell zu verwandeln – genau jene Version, die THE PACK im März 2025 testen konnte.

Parallel dazu arbeitete das Team mit Marco Hansen vom dänischen Unternehmen e-Racing an einem neuen und leistungsfähigeren Antriebsstrang. Gemeinsam überarbeiteten Nagels, Maris und Hansen das Motorrad. Das Ergebnis liefert nun endlich die Leistung, für die das Trevor-Fahrwerk ursprünglich ausgelegt wurde, und gleichzeitig eine praxistauglichere Reichweite: unter idealen Bedingungen mehr als 150 Kilometer und im typischen Alltagseinsatz rund 100 Kilometer.

Trevor DTRe Vince MY26

Auch die Gewichtsverteilung wurde überarbeitet. Die Hinterradfederung rückte weiter in Richtung Fahrzeugmitte, um die Balance zu verbessern. Maris entwickelte außerdem eine neue Position und Befestigung für das Batteriepaket, wodurch sich der Schwerpunkt gegenüber der Stella verbessert.

Für den Einsatz in der Stadt ersetzte Trevor zudem den Kettenantrieb durch einen weitgehend wartungsfreien Gates-Riemenantrieb. Die Übersetzung wurde speziell auf die Vince abgestimmt.

Rahmenproduktion in Italien und den Niederlanden

Wido Veldkamp von Wimoto kam zu dem Projekt hinzu, als Nagels nach einem spezialisierten Rahmenbauer suchte. Trevor plant, größere Stückzahlen der Standard-Vince bei Maris in Italien fertigen zu lassen.

Bei der Track-&-Trail-Version verfolgt das Unternehmen dagegen einen deutlich handwerklicheren Ansatz: Ihre Rahmen werden in den Niederlanden von Veldkamp persönlich von Hand gefertigt.

Trevor DTRe Vince MY26

Beim Übergang vom Vorserien- zum Serienmodell nahm Veldkamp weitere Verbesserungen vor. Dazu gehören Anpassungen am Lenkkopf, die angesichts der höheren Leistung der Vince ein geschmeidigeres und präziseres Handling ermöglichen sollen.

Bereits die Stella war für ihr gutes Fahrverhalten bekannt. Häufig hieß es, das Fahrwerk könne eigentlich deutlich mehr Leistung vertragen. Bei der Vince kann das Chassis dieses Potenzial nun tatsächlich ausspielen.

Auch der Hilfsrahmen wurde vollständig neu konstruiert. Er ist nun komplett verschraubt und abnehmbar. Darüber hinaus wurde der Heckbereich nochmals überarbeitet. Das Ergebnis ist nach Aussage von Trevor ein Hilfsrahmen, der beinahe schon als eigenständiges Stück Handwerkskunst betrachtet werden kann.

Trevor DTRe Vince MY26

THE PACK

Guy Salens: „Trevor Motorcycles steht kurz vor der Auslieferung der DTRe Vince – nicht länger als Prototyp, sondern erstmals als echte Serie von Track-&-Trail-Produktionsmotorrädern. Als ich die Vorserienversion der DTRe Vince 2025 zum ersten Mal fuhr, war sofort klar, dass dies nicht einfach nur ein weiteres Elektromotorrad ist.

Es ist ein in Belgien entstandener Urban Scrambler mit Charakter, und ich kann mit Überzeugung sagen, dass dieses Motorrad für Aufmerksamkeit sorgen wird. Ich kann es kaum erwarten, die neue, überarbeitete Version zu testen.

Mit ihrem minimalistischen Design, der zusätzlichen Leistung und dem handwerklichen Ansatz der von Hand gefertigten Track-&-Trail-Version ist Trevor eine belgische Elektromotorradmarke mit internationalen Ambitionen.“

Trevor DTRe Vince MY26

Dieser Artikel erschien bei unserem Medienpartner THEPACK.News. Er ist im englischsprachigen Original hier zu finden: https://thepack.news/trevor-motorcycles-is-delivering-the-first-batches-of-the-dtre-vince/

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