Positive Motorcycles: Italienisches StartUp öffnet sich für Investoren
Es gibt eine besondere Form italienischer Entschlossenheit, aus der große Motorräder entstehen. Es ist dieselbe Hartnäckigkeit, die kleine Werkstätten in der Emilia-Romagna jahrzehntelang am Leben gehalten hat – die Überzeugung, dass eine mit Sorgfalt und handwerklichem Anspruch gebaute Maschine immer ihren Fahrer finden wird. Timoteo Maffei, Gründer von Positive Motorcycles, trägt diese Tradition von seinem Zuhause am Ufer des Comer Sees in sich – und lenkt sie nun in etwas völlig Neues.
Das Debütmodell des Unternehmens ist die EGERA, ein im eigenen Haus von Grund auf entwickeltes Premium-Elektromotorrad. Mit einem flüssigkeitsgekühlten Permanentmagnetmotor, der 30 kW (42 PS) und 85 Nm Drehmoment liefert, einer 7,7-kWh-Batterie sowie einem leichten 150-Kilogramm-Rahmen mit Verkleidungsteilen aus ABS und Carbon ist die EGERA darauf ausgelegt, gleichermaßen agil in der Stadt und emotional ansprechend zu sein – Eigenschaften, an denen es im Segment elektrischer Zweiräder bislang oft mangelte. Das Designschutzrecht ist in 27 europäischen Ländern sowie in Indien registriert.
Maffei ist kein Träumer, der zum ersten Mal ein großes Projekt angeht. Sein beruflicher Hintergrund reicht von der Biomedizin bis zur Automobilindustrie in der Schweiz, in Europa und in den USA, und auch im Motorsport ist er kein Unbekannter: Er war 2010 und 2015 an Entwicklungsprojekten in der MotoGP-Moto2 beteiligt. Gemeinsam mit Designer Giovanni Rigolli, dessen Vita Stationen bei Benelli, Beta Motor und Tamburini umfasst, bringt das Team echte Branchentiefe in ein Vorhaben ein, das sonst leicht wie ein ambitioniertes Garagenprojekt wirken könnte. Mehr als 2.000 Kilometer Praxistests untermauern diesen Anspruch.
Nun öffnet Positive Motorcycles die Tür für Investoren. Das in Como ansässige Startup, das rechtlich als Futura 25 srl firmiert, sammelt in einer Pre-Seed-Eigenkapitalrunde 2 Millionen Euro ein und peilt den Marktstart im Jahr 2027 an. Das Timing des Pitches ist günstig: In Städten der EU sind inzwischen mehr als 320 Umweltzonen aktiv, und 70 Prozent der Motorräder auf Europas Straßen sind älter als 20 Jahre – ein großer, alternder Fahrzeugbestand, der in einem jährlich um mehr als 20 Prozent wachsenden Markt reif für die Elektrifizierung ist.
Die Finanzierungsrunde richtet sich an Business Angels, Family Offices, institutionelle Investoren sowie strategische Partner mit Hintergrund in der Automobil- oder Mobilitätsbranche. Das Team strebt innerhalb von fünf bis sieben Jahren einen Exit über M&A oder IPO an, wobei mögliche Käufer aus großen europäischen und asiatischen Motorrad- und Automobilkonzernen kommen könnten. Vollständige Details zum Pitch Deck sind auf Anfrage über die Investorenseite des Unternehmens erhältlich.
Positive Motorcycles zeigt, dass „Made in Italy“ für Motorradfahrer noch immer eine Bedeutung hat – und dass ein kleines Team mit der richtigen Besessenheit etwas bauen kann, das man besitzen möchte. Der Comer See inspiriert seit Jahrhunderten Träumer. Dieser hier lädt dazu ein, bei der Fahrt mit dabei zu sein.
Dieser Artikel erschien bei unserem Medienpartner THEPACK.News in englischer Sprache. Er ist im Original hier zu finden:
https://thepack.news/italian-startup-positive-motorcycles-is-opening-the-door-to-investors/